Dienstag, 4. Oktober 2011

Halloween-Horrorfilm-Empfehlungen (inklusive Trailer)

Da meine Ursprünge als geneigter Filmfan im Horrorgenre lagen, ist Halloween doch schon irgendwie etwas besonderes.
Und alle Jahre wieder flimmern bei mir zahlreiche Horrorfilme über den Fernseher bis tief in den Morgen von Allerheiligen, bis irgendwann der Halloween-Kürbis in sich zusammenfällt oder anfängt fürchterlich fies zu riechen.

Wie jedes Jahr, stell ich mir dann aber auch immer und immer wieder die Frage "Was soll ich denn nun gucken?".
Klar, man kann sich natürlich die ganzen Klassiker anschauen, "Der Exorzist", "Halloween", "Freitag der 13te" oder Nightmare on Elmstreet".
Falsch machen kann man damit nicht viel.
Doch gab es in einiger Zeit durchaus ein paar neuere Filme, die ganz interessant aussehen und daher optimal für Halloween zu sein scheinen.

Den Anfang macht hierbei der Film Grave Encounters.
Viele werden sich jetzt denken "Schon wieder 'ne Hand-Wackel-Kamera-Mockumentary", aber ich steh drauf und die Location find ich auch klasse!

  



Zweiter Film im Bunde ist The Tapes.
Da zeichnet sich eindeutig ein Muster ab, was Handkamera-Wackel-Filme angeht.
The Tapes sieht zwar teilweise nach 'ner echten Gurke aus, aber der Clown hat's mir irgendwie dann doch angetan.


  

Monster Brawl
Sieht so blöd aus, dass er schon wieder gut sein muss!


 


 Und wer sich, wenn auch mit leichter Verspätung gruseln möchte, kann dies am 03. November tun.
Dann läuft bei uns nämlich Paranormal Activity 3 in den Kinos an.

 



Und ich persönlich werde mir dieses Jahr auf jeden Fall Trick 'r Treat anschauen.
Nicht zu verwechseln mit dem Trick 'r Treat aus den 80ern, der auch unter den Namen Ragman veröffentlicht wurde.




Sonntag, 7. August 2011

Frauen hinter Zuchthausmauern - erstmalig ungeschnitten in Deutschland auf DVD!

Um nach langer Abstinenz Mal wieder ein wenig Leben in meinen Blog zu hauchen und gleichzeitig ein junges ambitioniertes Label bekannt zumachen widme ich diesen Post der neuen Veröffentlichung aus dem Hause Subkultur Entertainment.

Wie schon im Titel erwähnt handelt es sich hierbei um den Exploitation-Klassiker "Frauen hinter Zuchthausmauern", welcher auch bekannt unter den Namen "Pridemoore II" ist.

Trotz Indizierung gab es bisher noch keine ungeschnittene Veröffentlichung Video- und selbst Kinofassung waren damals zensiert, umsop erfreulicher ist es, dass Subkultur Entertainment den Film nun in ihrer Grindhouse Collection neu veröffentlicht.
Diese DVD kommt wieder im, für diese Reihe, typischen Cover daher und wird sicherlich wie Nummer 1 und 2 dieser Reihe eine qualitativ solide Veröffentlichung sein.

Limitiert ist das Ganze auf lediglich 1 000 Exemplare und wird neben der Kino- auch die alte deutsche Videosynchro.

Zudem hat man die Möglichkeit, die originale US-Fassung in seiner unzensierten Form zu sehen, oder wahlweise die deutsche Fassung, welche dadurch besonders ist, dass in diese zur damaligen Zeit extra Sex-Szenen aus anderen Filmen hineingeschnitten wurden.

Erscheinen wird die DVD am 22.August! 

 

Montag, 16. Mai 2011

Subconscious Cruelty (2000)

Inhalt:  

Ein tiefer Blick in die Abgründe menschlichen Empfindens und Handelns, bildgewaltige Eindrücke voller Obsessionen, Grausamkeit und Sexualität. Das experimentelle Kino von Karim Hussain und Mitch Davis überschreitet Grenzen, scheint keine Tabus zu kennen. Düstere Bilder werden mit ausgefeiltem Tondesignzu schockierenden Visionen des menschlichen Unterbewusstseins geformt... 
Quelle: DVD-Cover 




Meinung:

Subconscious Cruelty ist ein wütender Schrei, eine Kampfansage an das von Blockbustern verseuchte Hollywood.
Provakation, Gesellschaftskritik und Verachtung, gegenüber Mutter Natur, Religion und dem menschlichen Leben an sich.


Der Film besteht aus mehreren Episoden, den Anfang macht eine Episode von einem verwahlosten Mann, der mit seiner schwangeren Schwester in einen heruntergekommenen Haus wohnt.
Er beobachtet sie regelmäßig beim Sex mit anderen Männern, mastubiert dabei und stellt sich vor, selbst einmal mit ihr zu schlafen.
Die Episode endet in der Geburt des Kindes und in einer Orgie aus Gewalt und Blut, die verachtender und ekelhafter nicht sein könnte.

Doch auch die anderen Episoden haben es in sich, so handeln die anderen Episoden zum Beispiel von Leuten, die ein mehr als gestörtes Verhältnis zur Natur haben und von einem Mann, welcher aussieht wie Jesus und der Kirche im Allgemeinen.

Für einen Underground-Film besticht Subconscious Cruelty vorallem durch seine professionelle Art, er schweift zu keiner Zeit ins amateurhafte ab, sondern bleibt die ganze Zeit über kunstvoll metaphorisch.
Durch die Farbgestaltung wirkt der ganze Film herrlich surreal und Karim Hussain schafft es gekonnt düstere Visionen mit halluzinativen Bildern zu kombinieren und mit einer grandiosen musikalischen Hinterlegung nochmals zu unterstreichen und den Film dadurch zu einer Achterbahnfahrt durch unsere Gedanken, Ängste und Vorstellungen werden zu lassen.


07/10

Samstag, 14. Mai 2011

Fast & Furious - Neues Modell. Originalteile. (2009)

Inhalt:

Schnelle Autos und schnelles Geld hat Dom Toretto (Vin Diesel) auch nach seiner Flucht nicht hinter sich gelassen. Er klaut in der dominikanischen Republik Tanklastzüge - während der Fahrt. Ein Mord sorgt für das Wiedertreffen von Toretto und Brian O'Conner (Paul Walker) in L.A. und gemeinsam - wenn auch widerwillig - stellen sie sich einem übermächtigen Drogenkartell. Bei packenden Rennen durchs nächtliche L.A. und auf wilden Verfolgungsjagden durch die mexikanische Wüste gibt es aufheulende Motoren und eine deftige Beschleunigung.



Meinung:
Der vierte Teil der Reihe beliebten Autoporno-Reihe versucht sein Versprechen von flotten Karren und heißen Mietzen krampfhaft zu halten und scheitert dabei zumindest nicht auf ganzer Linie.
Ist der vierte Teil zumindest besser als der wirklich grauenvolle dritte Teil, auf Grund der Rückkehr zum Ursprungscast, liegen dennoch Welten zwischen Erstling und diesem Erguss.
So wird kein Versuch unversucht gelassen um an den Erfolg eben diesem anzuknüpfen.
Zwar gelingt dies teilweise auch, die Action ist routinert und weiß zu Gefallen und auch die typische Rachegeschichte hat etwas für sich, allerdings nutzt der Film sein vorhandenes Potential nicht aus und tut sich vorallem am Anfang sehr schwer damit, den Plot aufzubauen und die Charaktere wieder in die Geschichte mit einzubauen.
Auch werden einschneidene Erlebnisse die von großer Bedeutung sind, viel zu schnell abgehandelt wodurch die Story nicht an Tiefe gewinnen kann und somit die eigentliche Spannung rund um die Rachegeschichte nicht so recht zünden will.

Weiterer Negativpunkt - Das Augenmerk wird zu wenig auf die Autos gelegt und die Verfolgungsjagden, sowie die Fahrsequenzen sind ein schlechter Witz.
Was einem hier an CGI-Müll aufgebrummt wird ist schon teilweise Augenvergewaltigung.

Fazit:

Von der Grundidee her bietet der Film einiges, allerdings nutzt er sein Potenzial in keinster Weise aus.
Zudem werden die paar wenigen guten Actionaequenzen, die es in dem Film durchaus gibt, von einem CGI-Augenkrebs-Festival der allerersten Güte vollkommen ruiniert.
Von daher eher enttäuschende Fortsetzung...

04/10

Montag, 9. Mai 2011

Spider (2007)

Inhalt:
Das Pärchen Jack (Nash Edgerton) und Jill (Mirrah Foulkes) streiten sich währrend einer gemeinsamen Autofahrt.. Als Jill zum Tanken hält, möchte Jack sie wieder milde stimmen und kauft ein paar Kleinigkeiten als Überraschung.
Aber Jack, der liebend gerne Streiche spielt, versteckt unter den Blumen auch noch eine kleine "besondere" Überraschung...


 Meinung:

Der Film beginnt mit dem Zitat "It's all fun and games until someone loses an eye" - Mum.
Und dieses Zitat passt wie die Faust auf's Auge und verrät im Prinzip schon die Grundidee des Filmes.


Zu sehen gibt es eine typische Alltagssituation, wie sie jeder kennt.
Die Freundin ist wieder mal sauer und schmollt vor sich hin, kennt man ja.
Doch was darauf folgt ist wie ein Faustschlag in die Magengrube.
Ist es anfangs noch Spaß, wird der Film schlagartig purer Ernst, sodass man geschockt und ratlos vo dem Fernseher sitzt und nur schockiert auf den Fernseher starrt.
Glücklicherweise wird die Stimmung dann aber doch wieder etwas aufgelockert, krass ist es aber allemal.




Fazit:

Der Film ist hochwertig und gut inziniert und vorallem unkonventionell und überraschend.
Eine klare Empfehlung und ein verdammt guter Kurzfilm!


08/10

Den Film kann man sich übrigens vollkomen kostenlos und legal auf Youtube angucken.

Mittwoch, 4. Mai 2011

Troll (1986)

Inhalt:

Torok, ein böser Troll, lebt im Keller des Mehrfamilienhauses seiner ehemaligen Frau Eunice St. Clair. Dieses Haus versucht er nun in ein Mini-Abbild seiner ehemaligen Welt zu verwandeln. Dazu benutzt er die Gestalt eines kleinen Mädchens namens Wendy und den „Emerald Ring“, mit dem er nach und nach jedes Apartment umwandelt. Dabei benutzt er die einzelnen Mieter als eine Art Cocoon für seine Koboldfreunde…
(Quelle: ofdb.de)



Meinung:
 
Troll ist ein liebevoll inzinierter Trash-Fantasy-Horror-Mischmasch von Regisseur John Carl Buechler, welcher mit dem Film zwar kein Meisterwerk abliefert, aber durchaus einen unterhaltsamen Film, an dem besonders Fans des 80er Jahre-Horrors besonderen Gefallen finden dürften.
Die Story ist zwar recht dünn, aber einfallsreich und fantasievoll, so schafft sie es nicht gerade selten den Zuschauer ein kleines Schmunzeln auf die Lippen zu zaubern.

Man sieht, dass eine Menge Herzblut in den Film geflossen ist.
Die Effekte sind recht gut gelungen und die Trolle sehen auch ansehnlich aus.
Der Film überrascht mit den ein oder anderen guten Einfall, so dass er irgendwie einfach Spaß macht.
 Lediglich das Ende wirkt ist ein wenig innovationslos.

08/10 

Frankensteins Braut (1935)

Inhalt:

In einer stürmischen Nacht spinnt die vom Erfolg ihres eigenen Romans überraschte Mary Shelley ihre Geschichte vor Freunden weiter: Das Monster hat im mit Wasser gefüllten Keller der Mühle den Brand überlebt und zieht nun im Land umher. 
Frankenstein selbst will sich geläutert aus der Wissenschaft zurückziehen, doch Dr.Praetorius zwingt ihn mittels Entführung seiner Braut, für das Monster ein Weib zu erschaffen. 
Mit ungeahnten Folgen... (Quelle: ofdb.de)


Meinung:

Da "Frankenstein" ein enormer Erfolg war, wollte Universal unbedingt eine Fortsetzung des Filmes haben.
James Whale dagegen hatte aber keine Lust, vermutlich hatte er Angst dadurch bloß auf Horrorfilme festgelegt zu werden, und lehnte das Angebot hab.
Daraufhin versuchte Universal das Vorhaben ohne Whale durchzuziehen, was sie aber nach einigen Drehbuchverwürfen doch sein ließen und wieder zurück zu Whale gingen.
Dieser akzeptierte dann doch den Film zu drehen, allerdings erst, nachdem ihm völlige künstlerische Freiheit und Kontrolle  bei der Auswahl der Schauspieler angeboten wurde.

Und wie wir später feststellen hat Universal damit keinen Fehler gemacht.
"Frankensteins Braut" gilt nicht nur bei Fans und Kritikern als einer der besten Horrorfilme überhaupt, nein, er schafft es auch noch als einer der wenigen Sequels besser zu sein als sein Vorgänger.
Sowohl qualitativ als auch von der Geschichte her.

Von der technischen Seite her ist der Film, ebenso wie sein Vorgänger, auf sehr hohen Niveau und Whale bedient sich ebenso wieder aus der expressionistischen Trickkiste.
Gedreht wurde, abgesehen von den Dorf-Szenen, ausschließlich im Studio, was dem Film aber keinen Abbruch tut, da die Kulissen als detailliert und gelungen betrachtet werden dürfen und dem Film durch ihrer leicht surrealen Art eine ganz bestimmte Atmopshäre verleihen.

Fazit:

"Frankensteins Braut" ist eine der wenigen Fortsetzungen, welche besser ist als sein Vorgänger.
Technisch zwar ebenso brilliant wie sein Vorgänger überzeugt dieser Film durch seine bessere Grundstimmung, seiner Charakterzeichnung und der stimmigen Musik.
Er führt den Plot konsequent und logisch weiter und kann einfach in jeder Beziehung als grandios betrachtet werden.

09/10

Montag, 2. Mai 2011

Tanz der Skelette (1929)

Inhalt:

Auf einem düsteren und abgelegenen Friedhof steigen in einer stürmischen Nacht ein paar Skelette aus den Gräbern, um eine abgefahrene Tanz-Einlage abzuliefern.
Sie tanzen die ganze Nacht durch und erst als in früher Morgenstunde der Hahn anfängt zu krähen ist der Spuk vorbei...


Meinung:

"Tanz der Skelette" stellt den ersten und auch meinen liebsten aller Kurzfilme aus der "Silly Symphonie"-Cartoon-Reihe da.
Der bereits im Jahr 1929 produzierte Film aus dem Hause Walt Disney besticht durch seinen schwarzhumorigen Witz und seiner liebenvollen Art.
Der Friedhof und die Zeichnung der Skelette wirken zwar düster, dafür ist der Tanz und Musikauftritt der Skelette aber umso lustiger und vermag gekonnt zu unterhalten.
Es ist einfach zu köstlich, wenn eines der Skelette ein anderes als Xylophon missbraucht oder den Schwanz einer Katze als Musikinstrument zweckentfremdet.

Wie man es von Disney gewohnt ist, ist auch dieser Film technisch mehr als brilliant und wenn man bedenkt, dass der Tonfilm zu dieser Zeit gerade erst erfunden wurde muss man zugestehen, dass dieser Film ein kleines Meisterwerk ist.





09/10 

Den Film gibt es auch zusammen mit anderen Disney-Kurzfilmen auf dieser DVD!

Erziehung zum Tod (1943)

Inhalt:

Der Film zeigt das Leben eines deutschen Jungen namens Hans von seiner Geburt an bis zu seinen Tod als Soldaten und die Erziehung, die er in Nazi-Deutschland mitmachen muss.


Meinung:

Regisseur Clyde Geronimi, welcher auch für klassische Disney-Verfilmungen wie "Aschenputtel". "Alice im Wunderland" sowie "Dornröschen" verantwortlich war schuff mit "Erziehung zum Tod" ein wahres Meisterwerk des Propaganda-Cartoons.
Kommt der Film zwar beudeutend düsterer als ähnliche Disney-Verfilmungen wie "Commando Duck", oder "Der Fuehrer's Face"daher, verzichtet er auch fast komplett auf Komik oder Slapstick-Einlagen und bleibt eher ernst, was ihm eine dokumentarische Art anverleiht.
Lediglich die Darstellung Deutschlands als dicke Frau mit blonden Haaren, welche Bier trinkt und die verulkende Darstellung Adolf Hitlers lassen ein wenig Komik aufkommen.

Dieser Film kann wohl als der aggressivste und düsterste Disney-Propagandafilm angesehen werden, so sind die Farben meist sehr dunkel oder in einem stechenden Rot gehalten.
Technisch ist der Film, wie man es von Disney gewohnt ist, extraklasse und auch die deutschen Dialoge sind mehr als gut und vorallem fehlerfrei, was den Ernst des Filmes unterstreicht.
Anders war es bei "Der Fuehrer's Face", wo eine Mischung aus schlechten Deutsch und englischen Wortfetzen gesprochen wurde.

Wie auch in späteren Disney-Propaganda-Filmen (damit meine ich wieder einmal "Der Fuehrer's Face"), wird die deutsche Bevölkerung dabei nicht verteufelt sondern als Opfer dargestellt.
Die Bösen sind hierbei nur die Machthabenden, die Hitlers Ideologie verbreiten.

Fazit - Ein technisch mehr als gelungener Propagandafilm der mit zu den interessantesten Filmen aus dieser Zeit gehört.


07/10


Distanzierung:
Sämtliche gezeigten NS-Symbole oder Handlungen mit nationalsozialistischem Hintergrund dienen ausschließlich zur Dokumentierung und Besprechung von Filmen. 
Ich distanziere mich ausdrücklich von jeglicher nationalsozialistischer und fremdenfeindlicher Denkweise. 
Verherrlichende oder beschönigende User-Kommentare werden gelöscht!

Sonntag, 1. Mai 2011

Frankenstein (1973)

Inhalt:

Der geniale Arzt Dr. Frankenstein ist den Geheimnissen der Schöpfung und des Lebens auf der Spur. Seine Kollegen sind ihm und seiner Arbeit gegenüber sehr skeptisch, doch der fanatische Wissenschaftler treibt seine Forschungen mit allen Mitteln voran. Er schein sein Ziel erreicht zu haben, als es ihm gelingt, einen künstlichen Menschen, den er aus Leichenteilen zusammengesetzt hat, zum Leben zu erweckten. Seine erschaffene Kreatur beginnt sich zu entwickeln und lernt sehr schnell. Dr. Frankenstein scheint die Natur besiegt und das letzte Geheimnis der Menschheit ergründet zu haben, da gerät ihm seine Schöpfung außer Kontrolle ...


Meinung:

Können diese Augen lügen?
Die in den 70er Jahren für das Fernseh von Glenn Jordan gedrehte und Dan Curtis (der unteranderem auch eine für's Fernseh gedrehte Dracula-Adaption produziert hat) produzierte Frankenstein-Verfilmung besticht vorallem durch seine Langeweile und seiner schlechten Effekte.
Logischerweise kann man natürlich keine allzugroßen Erwartungen an einen Fernsehfilm haben, nur leider wirkt der ganze Film wie eine billige Mixtur aus der Whale-Verfilmung, dem Roman und ein paar langweiligen Szenen, die lediglich von der sehr einfühlsamen und guten Inzenierung des Monsters ein wenig erträglich gemacht wird.
Letzendlich vergibt der Film aber sein ganzes Potential und wird zu einer Geduldsprobe für den Zuschauer, da er mit seinen über 2 Stunden Laufzeit viel zu lang geraten ist.


Fazit:


Langweiliger Film, muss man nicht gesehen haben und selbst wenn wird man ihn schnell wieder vergessen haben.


02/10

Anmerkung: Die deutsche DVD hat auch den Titel "Frankensteins Monster".

Frankenstein (1931)

Inhalt:

Dr. Frankenstein (Colin Clive) träumt davon, einen lebenden Menschen zu erschaffen. Da das Gotteslästerung ist, setzt er ihn aus Leichenteilen vom Friedhof zusammen. Leider macht sein Assistent Fritz (Dwight Frye) einen Fehler und entwendet für das neue Wesen aus der Universität das Gehirn eines Kriminellen, nachdem er das eigentlich vorgesehene Gehirn fallen ließ. Dank starker Elektrizität (aus Blitzen) gelingt der Schöpfungsakt, doch als Frankensteins Assistent das Monster (Boris Karloff) quält, tötet es ihn und entkommt. Da es simplen Verstandes ist, verursacht es auf seiner Wanderung den Tod eines kleinen Mädchens, was den Mob der Dorfbevölkerung auf den Plan bringt. Frankenstein muß sein Geschöpf retten, bevor es zerstört wird... (Quelle: ofdb.de)


Meinung:

"Frankenstein" ist wohl zusammen mit "Dracula" eine der besten und meist verfilmten, gothischen Schauererzählungen überhaupt.
Geschrieben im Jahre 1818 von einer jungen Dame namens Mary Shelley zählt "Frankenstein" zu der wohl bekanntesten Horrorfigur überhaupt.
Erst als Theaterstück aufgeführt, wurde schon 1910 eine Filmversion in den berühmten Studios von Edison produziert, die zwar weitestgehend in Vergessenheit geraten ist und aus heutiger Sicht auch keinen Unterhaltungswert mehr darstellt, aber durchaus filmhistorisch interessant ist und ein paar interessante Aspekte aufweist (näheres dazu auch hier Frankenstein (1910) ).
Lustigerweise denken viele Leute, dass Frankenstein das Monster ist.
Den Namen Frankenstein trägt allerdings der Wissenschaftler, der das Monster erschaffen hat, aber das nur am Rande.

Die Verfilmung aus den 30er Jahren von James Whale, welcher schon zuvor mit einigen Kriegsdramen auf sich aufmerksam gemacht hat, besticht vorallem durch seine perfekte Atmosphäre sowie die Liebe zu dem Charakter des Monsters sowie die gesamte Botschaft innerhalb des Filmes.
Doch nicht nur das, auch schuf James Whale mit seinen Film Archetypen des Horrorfilms, die sich bis heute selbst in die Gehirne der Menschen eingebrannt haben, die den Film noch nie gesehen haben, da sie Teil unserer Popkultur geworden sind.
Zum einen wäre da das tragische Monster, welches von Frankenstein erschaffen wurde, welches im Prinzip sich nur nach Liebe sehnt, auf Grund seiner selbst aber verstoßen wird, da die Dorfbewohner Angst vor ihm haben.
Nur ein kleines Mädchen in ihrer kindlichen Naivität hat keine Angst vor dem Monster und spielt sogar mit ihm, indem es Blütenblätter ins Wasser wirft, wodrauf diese dann schwimmen.
Besonders letztere Szene fiel damals der Zensur zum Opfer, da das Monster versehentlich das kleine Mädchen umbringt, indem es das Mädchen auch in das Wasser wirft, da es, mit seinem kindlichen Verstand, davon ausgeht, dass das Mädchen, wie auch die Blütenblätter, ebenso auf der Wasseroberfläche schwimmt,  wodurch Paralellen zwischen der Naivität und der Unwissenheit des Kindes und der des Monsters gezogen werden und somit klar wird, dass das Monster eigentlich wie ein kleines Kind ist, welches Angst hat, Angst vor den Dorfbewohnern und Angst vor Feuer, welches in mehreren Szenen eindrucksvoll verdeutlicht wird.
Und zum anderen wäre da noch der "Mad Scientist" welcher seitdem in zig Horrorfilmen auftaucht.

Obwohl der Film mit zu den besten seiner Art gehört gibt es aber auch leider negative Aspekte.
So gibt es in viele Handlungs- und Logikfehler, besonders im letzten Viertel des Filmes, die zum Teil auf die Straffung des Romanes basieren, die Geschichte  in knapp 70 Minuten abzuhandeln.
Dabei werden leider viele wichtige Sachen außer Acht gelassen, sodass sich der Film teilweise in Ungereimtheiten verliert.

Die Charakterisierung ist zwar gut, aber noch nicht ganz so ausgereift, wie sie später in der Fortsetzung "Frankensteins Braut" ist, welcher von vielen als der bessere Film angesehen wird und es meiner Meinung nach auch ist.

Doch filmtechnisch macht der Film dabei einiges wieder gut.
So ist das Make-Up des Monsters grandios (Boris Karloff muss damals stundenlang jeden Tag in der Maske gelitten haben, was sich aber eindeutig gelohnt hat) und auch die Bühnengestaltung und das Setting des Labors sind mehr als stimmig und tragen zur wunderbaren Gesamtatmosphäre bei.
Auch bei der Atmosphäre hat Whale es sich nicht lumpen lassen und vermischt gekonnt das exzellente Licht- und Schattenspiel des deutsche expressionistischen Kinos mit den Kamerafahrten des englischen Kinos zur damaligen Zeit.

Resümee - der Film "Frankenstein" kann unbestritten als einer der prägensten Filme des Horrorgenres betrachtet werden.
Zwar wird sich heutzutage kaum noch jemand beim Ansehen des Filmes gruseln, aber er stellt ein filmhistorisches Dokument dar, welches trotz seines Alters immernoch zu unterhalten vermag und trotz diverser Schwächen durch seine Atmosphäre, seiner Kulissen, dem Make-Up und dem außergewöhnlichen Schauspiel Boris Karloffs zum mit einflussreichsten Horrorfilmklassiker überhaupt gehört.

07/10

Samstag, 30. April 2011

Die Satansweiber von Tittfield (1965)

Russ Meyer sollte jedem halbwegs vernünftigen Filmfan ein Begriff sein.
Der 1922 geborene und 2004 gestorbene Regisseur hat nicht gerade wenige Filme gedreht, darunter auch den hier folgenden Film dessen deutscher Titel mal wieder dümmer nicht sein kann, "Die Satansweiber von Tittfield".
Stimmiger ist da der Original-Filmtitel "Faster, Pussycat! Kill! Kill!" weshalb ich diesen auch bevorzuge und in meinem Review auch weiterhin benutzen werde.
"Faster, Pussycat! Kill! Kill!" stellt den letzten schwarz-weiß Film Russ Meyers da und ist meiner Meinung nach auch der beste, den er in seiner langen Laufbahn gemacht hat.
Irgendwas muss der Film ja auch ansich haben, wenn er sogar Teil des Archivs des New Yorker Museum of Modern Art ist und selbst angesehene Filmkritiker diesen Film mit Lobeshymnen überschütten.


Inhalt:

Der Film beginnt damit, dass ein Erzähler uns von der Gefährlichkeit der Hauptdarstellerinnen erzählt.
Die nicht nur durch ihre Sexyness bestechen, sondern auch so ganz gern mal zustechen und mit denen so ganz und gar nicht zu spaßen ist, da sie gefährliche Verbrecherinnen sind.
Insgesamt drei sind es an der Zahl.
Das böse Trio besteht dabei aus Varla, der Anführerin der Bande, übrigens gespielt von der mehr als großartigen "Tura Satana" ("Astro Zombies","Das Kommando der Frauen"), sowie der blonden Billie und der dunkelhaarigen Rosie.

Genervt von ihrem Job, verzieht sich das Trio und fahren, natürlich alle drei in ihren eigenen schicken Sportwagen, in die Wüste, um sich dort ein wagemutiges Rennen miteinander zu liefern.
Später, an einem See treffen sie dann auf einen jungen Mann, der sich alsbald mit Varla anlegt, was sich als großer Fehler für ihn herausstellt, da sie ihm promt das Genick bricht.
Hier kommt die ganze Boshaftigkeit von Varla ans Tageslicht und als sie dann auch noch von einer Ranch und ein paar Männern mit viel Geld erfährt nimmt das Grauen seinen Lauf und einer nach dem anderen wird zum Opfer Varlas unendlichen Habgiers und ihrer unerbittlichen Entschlossenheit sich das Geld eigen zu machen...


Meinung:

Einer der wenigen Sex-Filme, ohne Sex.
Klingt sonderbar, entspricht aber doch den Tatsachen, so sprüht der Film über vor sexueller Spannung, wirkliche Sexszenen gibt es aber keine.
So gibt es zu keiner Zeit eine Nacktszene und auch an der Stelle, wo die Frauen im See baden sind diese immer vollkommen bekleidet (ob das so gewollt oder zensurtechnische Gründe hatte sei mal dahingestellt).
Auch trotz dieser Film, wie man es von Russ Meyer gewohnt ist, nur so vor Frauen in engen, knappen Klamotten die ihre Kurven mehr als nur ein bisschen zur Geltung bringen und den Männern mit üppiger Oberweite und tiefen Ausschnitt den kopf verdehen.
Etwas macht dieser Explotation-Film aber anders, als seine Genrevertreter.


Tura Satana als Varla
Gelten diese als frauenfeindlich, was mehr oder weniger auch teilweise zutrifft, sind in diesem Film  die Frauen keine willenlose, dumme Opfer, die hinfallen und dann mehr oder weniger sleazig umgebracht werden sondern emanzipierte Frauen die den Männern zeigen, wo der sprichwörtliche "Hammer hängt".
Bestes Beispiel ist die vollkommen eiskalte und böse Anführerin Varla die dennoch sexuell sehr anziehend und heiß ist und die wohl böseste weibliche Filmschurkin darstellt, die selbst Ilsa in den Schatten stellt.

Einer meiner absoluten Lieblingsfilme, da er anders als seine anderen Genrevertreter ist und zudem Russ Meyers besten Film darstellt.
Ebenso besticht Tura Satana einfach durch ihre Art und bringt einen allein schon durch ihren Auftritt dazu, den Film zu lieben.



09/10
 

Der Fuehrer's Face (1942)

Inhalt:

Donald Duck liegt schlafend in seinem Bett, als er ziemlich unsanft aus dem Schlaf gerissen und findet sich als Bürger des Nazi-Deutschlands wieder.
Er steht unter strenger Beobachtung, es gibt nur trockenes Brot zu essen und seine einzige Kaffeebohne muss er in einem Safe versteckt aufbewahren.
Auch die monotone Arbeit an einem Fließband in einer Waffenfabrik setzt Donald zu...




Meinung und Fazit:

Dieser, sogar oscarprämierter, Propaganda-Cartoon gehört mit zu den Besten aus seiner Zeit.
Jack Kinney hat hier einen Cartoon produziert, der auf einen ebenso hohen Niveau wie die meisten anderen Disney-Cartoons ist.
Ihm gelingt hierbei das Kunststück, die zur damaligen Zeit vorherrschenden Missstände auf die Spitze zu treiben und mit den Donald Duck typischen Slapstick zu verbinden, um so nicht so düster zu wirken, wie andere Disney-Propaganda-Film wie zum Beispiel "Education of Death", dabei aber auch noch den nötigen Ernst beizubehalten.

Auch vom Stil her bietet der Film einiges, so ist Donald Ducks Traum sehr surreal gehalten, alles im Traum sieht aus wie ein Hakenkreuz, von den Wolken über den Bäumen zum Muster auf der Tapete.
Das Hakenkreuz, der Hitlergruß sind dabei im gesamten Traum über omnipräsent. 
So kommt aus der Kuckucksuhr kein Kuckuck sondern eine kleine Führerfigur mit ,zum Hitlergruß, erhobener Hand.
Auch der Wecker tickt nicht wie jeder normale Wecker und anstelle eines "Home Sweet Home" gibt es ein "Heil Sweet Heil" an der Wand zu begutachten.
Alles mündet in einem Finale, welches einer Wahnvorstellung gleicht und dies durch seiner aggressiven Farbgestaltung und seiner reizüberflutenden Wirkung nochmals unterstrichen wird.

Dann erwacht Donald und man merkt, dass alles nur ein Traum war.
Donald findet sich in seinem Schlafzimmer wieder und stellt fest, dass er  Amerikaner ist.
Hierbei wird die Überlegenheit der USA verdeutlicht, indem alles hell und fröhlich wirkt.
Donald ist froh darüber Amerikaner zu sein und nicht in Angst leben zu müssen und umarmt eine kleine Figur der Freiheitsstatue vor Freude.

Einer der besten Propaganda-Filme von Disney und überhaupt aus dieser Zeit, da er eine perfekte Mischung aus audiovisueller Manipulation darstellt und somit ein sehr interessantes filmhistorisches Dokument ist, welches durch seinen Slapstick und seiner Komik zu keiner Zeit langweilig wird.
Erfreulich ist auch, dass bei diesem Propaganda-Film nicht gezielt die gesamte deutsche Bevölkerung in ein schlechtes Licht gerückt wird, sondern ausschließlich Politiker und Funktionäre werden in ein schlechtes Licht gerückt.
So ist Donald Duck der einzige deutsche Bürger und wird ganz klar als Opfer dargestellt, welches unterjockt wird von den Machthabenden.
Alle höher gestellten Personen im Film sind hierbei keine normalen Bürger, sondern sind vom äußerlichen angelehnt an Politiker.
So wird die Blaskapelle, welche Anfangs mit klischeehafter Marschmusik durch das Dorf läuft, von dem japanischen Kaiser Hirohito, dem italienischen Diktator Mussolini, sowie dem Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe Hermann Wilhelm Göring dargestellt.


08/10


Distanzierung:
Sämtliche gezeigten NS-Symbole oder Handlungen mit nationalsozialistischem Hintergrund dienen ausschließlich zur Dokumentierung und Besprechung von Filmen. 
Ich distanziere mich ausdrücklich von jeglicher nationalsozialistischer und fremdenfeindlicher Denkweise. 
Verherrlichende oder beschönigende User-Kommentare werden gelöscht!

Dienstag, 26. April 2011

New Kids Turbo (2010)

Inhalt:

Die New Kids sind Richard, Robbie, Rikkert, Barrie und Gerrie fünf scheinbar unterbelichtete Dorfproleten mit Vokuhila-Haarschnitt und Asi-Look bestehend aus Badelatschen und Goldkettchen, sie trinken nur Dosenbier und fahren getunte Autos.
Sie kommen aus Maaskantje, einem kleinen Örtchen in den Niederlanden, wo die Zeit seit den 90er-Jahren stillzustehen scheint.
New Kids ist ein richtiges Phänomen, gab es anfangs nur sieben grade mal minutenlange Episoden im internet zu sehen, wurden diese über 2,5 Millionen Mal geklickt, so dass New Kids auch seinen Weg ins Fernseh und nun auch ins Kino schaffte.

Im Film verlieren die New Kids durch die Wirtschaftskrise ihren Job und beschließen daraufhin für nichts mehr zu bezahlen.
Nach ein paar fehlgeleiteten Versuchen der örtlichen Polizei, die New Kids zu verhaften sieht sich die niederländische Regierung gezwungen etwas dagegen zu unternehmen und schickt ein Sondereinsatzkommando nach Maaskantje, um die New Kids auszuschalten.


Meinung:

Der Film New Kids Turbo fängt relativ harmlos und noch lustig an und erinnert stark an die eigentliche Serie.
Auffällig ist der hohe Anteil an vulgären Ausdrücken, welcher bedeutend höher ausfällt, als in der Serie, ebenso sind die Wörter hier um einiges härter als in der Serie.
Ist dies anfangs noch lustig wirkt es mit zunehmender Laufzeit irgendwann einfach nurnoch lächerlich und ermüdend.
Zusätzlich zu dem hohen Anteil an vulgären Ausdrücken neigt der Film massiv zur sinnlosen Gewalt, was nicht unbedingt schlecht sein soll, in diesem Film aber leider mehr als lächerlich und unpassen rüberkommt, da sich alles bis zur Ermüdung immer und immer wiederholt.
Hat man beim ersten oder gar zweiten Mal noch gelacht, wird es spätestens beim dritten oder vierten Mal unlustig und beim fünften, sechsten oder siebten Mal unerträglich.
Auf politische Korektheit wird ebenso wenig Wert gelegt wie auf Geschmack und so wird auch kein Halt vor Behinderten, Frauen (inklusive Schwangere), Kindern sowie Tiere gemacht.
Der Film spitzt sich in einer Spirale aus Gewalt, asozialem Humor, vulgären Audrücken und geschmacklosen Szenen immer mehr zusammen und endet in einem Finale, welches dümmer und vorrausschaubarer nicht sein könnte.

03/10


Samstag, 23. April 2011

Chun Fang - Das blutige Geheimnis (1982)

Inhalt:

Tan Fu und Lung Shuai sind zwei vermögende Geschäftsleute, die sich ständig bekriegen. Das bevorstehende Laternenfestival ist dazu wieder einmaI eine Gelegenheit, dem anderen eins auszuwischen, indem man die schönere Laterne besitzt. Auf der Suche nach einer besonderen Laterne gerät Lung an den früheren Schwertkämpfer Chao Chun-fang, den er allerdings vor vielen Jahren besiegt und schwer gedemütigt hatte. Chao verspricht, für Lung eine besondere Laterne zu bauen, denkt aber dabei nur an seine späte Rache. Merkwürdige Dinge ereignen sich nun. Tan’s Schwester und Lung’s frühere GeIiebte verschwinden spurlos. Dann wird auch noch Lung’s Ehefrau entführt. Tan und Lung bezichtigen sich gegenseitig der Taten. Aber nach einem Hinweis entdeckt Lung die geheime Werkstatt von Chao und macht eine entsetzliche Entdeckung – den blutigen, abgehäuteten Körper seiner Frau! Doch das Grauen beginnt erst. (Quelle: DVD-Cover)


Meinung:

Das die Shaw Brothers nicht nur reine Kung Fu-Filme gemacht haben, sondern durchaus auch Abstecher in andere Genres gemacht haben ist nicht neues.
Bekanntere Filme wären dabei zum Beispiel der mehr oder weniger gute Science-Fiction-Superheldenverschnitt "Super Inframan" oder den einen oder anderen Horrorfilm wie "Seeding of a Ghost" oder "Black Magic"
doch auch den einen oder anderen Tierhorror gab es wie zum Beispiel "The Killer Snakes.
Auch "Human Lanterns" bzw. "Chun Fang - Das blutige Geheimnis" ist ein Vertreter der Shaw Brothers Horrofilm-Abstecher.
Auch wenn es sichhierbei um einen Horrorfilm handelt, wird natürlich nicht auf Kung Fu-Szenen verzichtet.


Der Film fängt ruhig an, doch wirkliche Spannung kommt kaum zu Stande, da das "blutige Geheimnis" aus dem deutschen Titel, für den Zuschauer zumindest, kein Geheimnis ist, da der Zuschauer schon am Anfang einen entscheidenen Vorteil hat.
So beschränkt sich der Film weniger auf das "Wer-ist-der-Mörder"-Thema, sondern mehr auf die Konstellation der einzelnen Charaktere.
Die Kampfszenen sind sehr gut choreografiert und auch die Kulissen sind Shaw-typsich sehr schön und detailliert.
Für einen Film dieser Art kann er teilweise  recht harte Szenen aufweisen, wirkt aber zu keiner Zeit billig oder sleazig sondern sehr atmophärisch und düster, was zum positiven Gesamteindruck beiträgt.

Insgesamt ein guter und vorallem verdammt atmosphärischer Grusel-Kung Fu-Film, auch wenn zu keiner Zeit echter Horror aufkommt, dafür wirkt der Film dann doch zu befremdlich...

08/10

Kleine Anmerkung am Rande, weltweit sind alle DVD-Veröffentlichungen gekürzt, dabei sind allerdings die deutsche, die englische und die französische DVD allen anderen DVDs vorzuziehen, da sie nur einen Schnitt von ca. 23 Sekunden aufweisen.
Alle anderen DVDs sind bedeutend stärker geschnitten.

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Freitag, 22. April 2011

Faces of Pain - Gesichter des Schreckens (1982)

Inhalt:

"Unglaublich, schockierend und dennoch tatsächlich wahr. Der erste wahrheitsgetreue Film, über Dinge, von denen Sie noch nicht einmal zu träumen wagen. Alles echt, alles dokumentarisch und völlig realistisch. Originalaufnahmen, die das blanke Entsetzen herausfordern, ekelerregend und doch fazinierend! 
Ein gewagter Blick in die Gesichter des Schreckens" 
(VHS-Cover)

Meinung:

Heißt der Film in Deutschland "Faces of Pain" um so ganz gezielt auf der damaligen "Faces of Death"-Welle mitzuschwimmen, erfährt man beim Originaltitel "Africa dolce e selvaggia"  bzw. dem Alternativ Titel "Shocking Africa" schon ein wenig mehr worum es sich bei diesem Film handelt.
"Faces of Pain" ist einer dieser unendlich vielen Mondo-Filme aus den 80ern und fungiert in diesem Fall als eine Dokumentation über afrikanische Stämme und deren Rituale.

Setzen Mondos meist nur auf das Schokieren der Zuschauer durch möglichst harte Szenen, kann sich auch "Faces of Pain" nicht ganz dovon freisprechen.
Es werden Tieropferungen sowie Beschneidungen von Jungen und Mädchen gezeigt.
Besonders die Beschneidungen sind wirklich nur mit Schmerzen anzusehen und als wäre das nicht genug wird hier nicht nur eine Beschneidung gezeigt, nein, das ganze wird bis zum äußersten immer wieder wieder wiederholt, was wirklich schwer zu ertragen ist.
Dabei wird, bei den Jungs, die Vorhaut an einem Band festgebunden, straff gezogen und dann mit einer Machete in einem kräftigen Schlag abgehauen.
Währrend dieser Prozedur steht ein anderer Stammesangehöriger mit einem Gewehr hinter dem beschneidenen Stammesarzt, um ihm, im Falle des Falles, dass er zuviel abschneidet und somit den Penis verstümmelt, sofort erschossen wird.
Davon gab es glücklicherweise aber nichts zu sehen.
Anschließend werden die Mädchen beschnitten, was ebenso schmerzhaft anzusehen ist.

Ansonsten gibt es noch ein paar "normalere" Alltagsszenen aus afrikanischen Stämmen zu sehen.
Ein paar Tieropferungen und Verschönerungsrituale, wie das Ritzen der Haut zur Verzierung wird hier gezeigt.
Die ist allerdings weniger schmerzvoll anzusehen wie die unzähligen Beschneidungen der Kinder.

Insgesamt ein recht harter Mondo, positiv aber im Vergleich zu anderen Vertretern seiner Art wäre aber anzumerken, dass er zumindest noch in seiner Brutalität etwas lehrreiches an sich hat.

04/10